Selbstsinn

Das Leben zeigt uns den Weg

Lebensenergie Zusammenhänge

 

Dieses Bild zeigt die Zusammenhänge wie mehr oder weniger Lebensenergie in uns fliesst und uns stärkt und Kraft gibt oder wie wir Lebensenergie mindern.

 

Durch das bessere Verständnis des erstaunlichen Funktionierens von Körper, Geist und Seele erkennen wir auch die heilende oder schwächende Kraft der Gedanken um die Lebensenergie negativ oder positiv zu verändern. Die Verantwortung dafür liegt bei uns, bei sich selber. Anwendbare Methoden zur Verbesserung der Lebensenergie sind Kinesiologie, u.a.m.  

 

Lebensenergie ist die Grundlage unseres Lebens und basiert auf dem Antrieb durch unsere Triebe, gesteuert durch unser Denken (bewusst und unbewusst), welches Lust und Bedürfnisse generiert, die durch unser Handeln die Sinne stimuliert und Gefühle erzeugt, was uns Lebensenergie spendet oder nimmt. Wer die Lebensweisheiten kennt, welche diesen Kreislauf so beeinflussen, dass die Lebensenergie wächst, ist glücklich.

Hippokrates nannte sie "vis medicatrix naturae" - die Heilkraft der Natur. Paracelsus sprach von ihr als "archaeus". Lebensenergie ist Prana, Chi, spirit. Aus ihr entsteht die wahre und einzige Art des Heilens: die von innen heraus. Echte Heilung setzt immer eine tiefgreifende Veränderung der Einstellung eines Menschen zu sich selbst und zum Leben voraus. 

 

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Die Chinesen nennen sie Chi, bei den Indern heißt sie Prana, die Indianer
sprechen vom Atem Gottes: die rätselhafte Kraft, die das Universum und jeden Menschen durchströmt. Heiler und Schamanen können sie fühlen und sogar sehen. Sie wissen um die positive Wirkung und setzen sie gezielt ein. Immer mehr Menschen glauben an die unsichtbaren Schwingungen – doch die westliche Wissenschaft bleibt skeptisch

Albert Einstein war nicht nur ein genialer, sondern auch ein höflicher Mann. Am 13. Januar 1941 empfing der Nobelpreisträger in seiner Wohnung in Princeton (USA) den umstrittenen österreichischen Psychologen Wilhelm Reich (1897–1957). Der war kurz zuvor wegen seiner spleenigen Ideen aus der Psychoanalytischen Vereinigung ausgeschlossen worden und wollte nun den großen Physiker um seine Meinung zu seinem »Orgon-Akkumulator« bitten. In diesem von ihm erfundenen Experimentierkasten glaubte Reich, der geheimnisvollen und von ihm so benannten Energie »Orgon« auf die Spur gekommen zu sein, die jeden Menschen durchströme und die er als einen Lichtschein sichtbar machen könne. Einstein musste ihn leider enttäuschen: Zu sehen seien nichts als subjektive Empfindungen, beschied er. Reich nahm sich später das Leben, immer noch fest davon überzeugt, mit Orgon die »Lebensenergie des Kosmos« sichtbar gemacht zu haben.

Wieder war ein Versuch gescheitert, mit westlich-wissenschaftlichen Methoden zu ergründen, welche unsichtbaren Energien die Welt und die Menschen bewegen. Reichs Tragik: Er war ganz dicht dran gewesen an dem, was die meisten Menschen auf der Welt für eine Tatsache halten, nämlich dass es eine große, allumfassende Energie gibt, die sowohl den Kosmos wie auch jede einzelne Zelle unseres Körpers steuert.

Ein anderer Nobelpreisträger, der Begründer der Quantenphysik Max Planck (1858–1947), hatte Zeit seines Lebens »nach der Kraft gesucht, die alles zusammenhält«. Er gestand, daran schier verzweifelt zu sein, dass er immer dann, wenn er meinte, einen Teil davon erklären zu können, auf eine noch viel größere Energie gestoßen sei, für die er wieder keinen Namen hatte. Dabei gibt es bereits unzählige Namen dafür: Chi, Prana, Qui, Kundalini, großer Geist, Atem Gottes – die Liste der Begriffe ist lang, die in unterschiedlichen Kulturen der Welt für die allumfassende Lebensenergie verwendet werden. Und alle meinen dasselbe. »Wir sind alle am Netz«, sagt der US-Schamane und Buchautor Kenneth Meadows, »alle Manifestationen dieser Welt sind Ausdruck einer universalen Kraft, die ganz real in uns und um uns existiert.«

Manche glauben sie zu, andere geben an sie zu fühlen: Schamanen glauben, die leuchtenden Energiefelder (Huaskas) zu sehen, von denen es viele Darstellungen gibt wie die Scheibe über dem Kopf Tutanchamuns oder den Lichtschein Christi; asiatische Heiler glauben, die Lebensenergie (Chi) ertasten zu können, die durch den Körper fließt und unsere Organe mit Kraft versorgt. Sind unsere Energieströme gestört, erkranken wir organisch, und die Heiler sind überzeugt, die energetische Balance wiederherstellen zu können – durch Handauflegen wie beim Reiki in Japan und Indonesien, durch Nadeln wie bei der chinesischen Akupunktur oder durch Illuminationsprozesse, mit denen die Schamanen arbeiten.

Fast noch wichtiger als die Heilung der Energieströme ist die Vorsorge: Die indischen Prana-Heiler (Prana: Lebensenergie) erkennen Krankheiten, lange bevor sie ausbrechen, vorbeugende Prana-Untersuchungen sind dort üblich wie bei uns der Gang zur Zahn-Prophylaxe. Das Gleiche tun chinesische Heiler mit Puls-Untersuchungen. Durch rechtzeitige Korrekturen des energetischen Gleichgewichts können Krankheiten verhindert werden. In Indien und China ist es bis heute üblich, dass der Arzt so lange bezahlt wird, wie seine Patienten gesund sind – wenn sie erkranken, behandelt er sie unentgeltlich.

»Der Ausgangspunkt der Medizin ist die Beschaffenheit der ewigen Dinge«, formulierte der Begründer der wissenschaftlichen Medizin, der griechische Arzt Hippokrates von Kos (um 460–375 v. Chr.). Ob in Asien, Afrika oder bei den Ureinwohnern Amerikas – seine Überzeugung, dass in der Natur dieselben Energien regieren wie im Leben der Menschen, herrscht fast überall. Mehr noch: Der Gleichklang von Mikrokosmos und Makrokosmos gilt als Voraussetzung der menschlichen Identität, die Welt als Netzwerk, in dem alles miteinander verknüpft ist – allem wohnt derselbe »Spirit« inne. Teil des Ganzen zu sein, Sensitivität für die universelle Energie zu entwickeln und sie für sich nutzbar machen, gilt als der eigentliche Lebenssinn. Der hawaiianische Schamane Herb Kawainui Kane schreibt: »Die meisten Kulturen sind sich in dieser Weltsicht sehr ähnlich – jedoch ganz verschieden von der modernen westlichen Welt.«

Wir gegen den Rest der Welt also? Es sieht so aus: »Wir sind die Sonderlinge«, sagt Ute Prügner, promovierte Medizinerin und TCM-Ärztin in Hamburg (TCM: Traditionelle Chinesische Medizin). Für sie, die in China und Tibet TCM studiert und praktiziert hat, sind die Energien, die das Befinden und die Gesundheit ihrer Patienten bestimmen, alltägliche Realität. »Wer diese Dinge nicht selbst erfahren hat, steht ratlos davor«, räumt sie ein, »wer sie jedoch erlebt hat, weiß, dass es sie gibt.« Die Behandlungserfolge der asiatischen Medizin lassen keinen Zweifel daran. »Sie sind unserer Schulmedizin absolut ebenbürtig«, urteilt der Wiener Philosophie-Professor Fritz Wallner .

Die weltweit am weitesten verbreitete Bezeichnung für die Energiezentralen unseres Körpers ist Chakra (Kreis), ein Begriff aus dem indischen Sanskrit. Die Vorstellung dieser Schaltstellen der Energie findet sich fast identisch im gesamten Asien wieder, ebenso bei den Maya, Inka und Indianern Nordamerikas: Am Ende der Wirbelsäule zusammengerollt ruht
die »Schlangenkraft« (Kundalini) und wartet darauf, geweckt zu werden. Die Übungen des Kundalini-Yoga zum Beispiel dienen dazu, sie zur Entfaltung zu bringen und durch den Körper zu leiten.

Nicht nur Yoga, auch Meditation, Akupunktur (Nadelung), Akupressur (Drücken auf Punkte der Energiebahnen), Shiatsu (Massagen), Moxibustion (Erwärmung) oder Reiki (Handauflegen) funktionieren bei Millionen von Menschen. Es gibt viele weitere Methoden, die Energien zu stärken und zu beeinflussen, wenn sie durch äußere Einflüsse oder psychische Prob­leme auf die schiefe Bahn geraten sind. Die wichtigste: Ihre Quelle zu hegen und zu pflegen – den Ort, wo sie ausströmen und zu dem sie zurückfließen. Er sitzt etwa zwei Fingerbreit unter dem Bauchnabel, gilt als der »Ozean des Lebens«, als das »Gehirn im Bauch« und heißt Dantien. Überall auf den Straßen von Shanghai oder Peking, Nagasaki oder Tokio sieht man Menschen in seltsamen Verrenkungen verharren und in zeitlupenhaften Bewegungen vorwärts schreiten: Sie praktizieren Tai-Chi-Übungen, die den Energie­fluss ihres Dantiens anregen sollen (in Japan wird es Hara genannt). In Asien weiß jedes Kind, dass damit Wohlbefinden, Glück und Gesundheit stehen und fallen.

»Das Dantien bestimmt tatsächlich ganz wesentlich, wie wir uns fühlen. Einige Menschen sind ihm nahe, andere stehen in weniger gutem Kontakt zu ihrem Energiezentrum«, sagt Ute Prügner, »manche haben ein regelrechtes Dantien-Talent, so wie andere Menschen musikalisch sind.« Ohne Übung komme man allerdings nicht weit. Prügner: »Man kann sein Dantien trainieren und entwickeln durch Energiearbeit wie Yoga, Judo oder Meditation, um ein möglichst hohes Energieniveau zu erreichen.« Menschen mit hohem Dantien-Bewusstsein erlangen eine andere Wahrnehmung der Realität. »Sie können die Dinge so erkennen, wie sie wirklich sind«, erklärt Prügner. Und das heißt: Sie spüren die Schwingungen der feinstofflichen Materie in der subatomaren
Ebene.

Der Asien-Experte und Buchautor Christopher Markert (»I-Ging. Das Buch der Wandlungen«) ergänzt: »Wenn wir etwas denken und tun, das nicht unserer Überzeugung entspricht, bekommen wir bereits ein unangenehmes Gefühl in unserer Mitte.« In China wickelt man sich in der kalten Jahreszeit wollene Bänder um den Bauch, damit die Dantien-Energien gut geschützt ist. Menschen mit hohem Energie-Level, sogenannte Dantien-Persönlichkeiten, erkennt man an ihrer Ausstrahlung, hat Markert festgestellt. Sie ruhen in sich, seien gesammelt, bescheiden, hilfreich, verantwortlich. Andere Menschen suchen ihre Nähe, fühlen sich bei ihnen wohl, obwohl sie oft nicht wissen, warum. Vielleicht liegt es am »inneren Lächeln«, das Dantien-Persönlichkeiten ausstrahlen sollen. Markert: »Das Dantien kann uns zwar nicht sagen, was wir tun müssen, um eine Situation zu ändern, aber es weist uns darauf hin, dass es so ist.« Und es kann uns die Richtung zeigen: sich von Entscheidung zu Entscheidung weitertasten, bis sich wieder ein angenehmes Gefühl einstellt, das uns sagt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Bei uns gibt es einen populären Begriff dafür: Bauchgefühl. Seit den wissenschaftlichen Arbeiten des amerikanischen Hirnforschers Antonio Damasio in den 1980er Jahren hat er akademische Weihen erlangt. Damasio hat nachgewiesen, dass unser Verstand bei wichtigen Entscheidungen lediglich »Berater« eines emotionalen Entscheidungszentrums ist, das in Wahrheit das Sagen hat. »Das große Es« wird es von Neurologen genannt, Damasio vermutet es im limbischen System, dem Zentrum des Gehirns.

Zirka 100.000 Entscheidungen trifft jeder von uns täglich, die allermeisten davon, ohne nachzudenken, viele, ohne sie überhaupt zu realisieren – umso wichtiger ist es, sein Energieniveau hochzuhalten, um sich auf die Funktionsfähigkeit des Gehirns im Bauch verlassen zu können. Energie-Experte Albert Einstein, der mit seiner Formel e = mc2 die Beziehungen zwischen Materie und Energie berechnet hat, schwor auf seinen Bauch: »Alles, was zählt, ist die Intuition. Der intuitive Geist ist ein Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.«