Selbstsinn

Das Leben zeigt uns den Weg

Gefühle

Gefühle entstehen durch das Denken, die Vorstellung und durch den Körper, d.h. die Sinne welche Gefühle auslösen. Wir denken was wir glauben, unser Glaubenssystem und das Unbewusste sind die Basis des Denkens.
Beispiele:
Einen Zitronenschnitz im Mund vorstellen.   Gefühl wää oder frisch und durstlöschend etc
Im Bett liegen und nicht schlafen können .. denken über z.B.  Arbeitsplatz der gefährtet ist etc   Gefühl Angst
Jemand kommt nicht nach Hause, man weiss nicht wo er/sie ist Vorstellungen was sein könnte   Gefühle Angst Hass etc
An den schönen Urlaub denken Gefühle wie Erholung, Genuss, Wohllust  

Gefühl
Lange wurde die Rolle unserer Gefühle von Hirnfoschern unterschätzt. Doch das hat sich in den vergangenen Jahren dank neuer bildgebender Verfahren geändert: Die neueste Generation funktioneller Kernspintomographen lassen nämlich tief blicken: damit können die Hirnforscher jetzt dem lebendigen Gehirn bei der Arbeit zuschauen.

Erinnerungen an die eigene Vergangenheit - unser „ich“ ist stark an unser autobiographisches Gedächtnis geknüpft. Es ist ein Speicher für die eigene Lebensgeschichte. Es macht wohl Sinn, in die vom Gehirn konstruierte Wirklichkeit eine Instanz einzusetzen. Eine, die von sich meint, die unterschiedlichen Erinnerungen und Wahrnehmungen seien ein Abbild ihrer selbst. Dabei haben vor allem unsere Gefühle einen grossen Anteil daran, was mit dem „Ich“ passiert. Denn schon die Auswahl dessen, was in unserem Gedächtnis bleibt und somit unser Bewusstsein verändert, hängt erheblich von unseren Emotionen ab.

Doch wie entstehen Emotionen in unserem Kopf? Und wo genau sind sie in unserem Gehirn lokalisiert? Der Blick in das menschliche Gehirn offenbart vieles. Ist ein Mensch verliebt, zornig oder erregt, schlägt sich das in einer erhöhten Aktivität des Gehirns nieder. Man kann quasi live miterleben, wie aus einfachen Sinneseindrücken und Erfahrungen Gefühle werden. Doch was steckt dahinter?

Die Macht der Gefühle:

Momentaufnahmen eines Augenblickes - permanent erleben wir die Welt aus unserer eigenen Perspektive, aus unserer subjektiven Sicht. Unsere Gedanken, Gefühle oder Emotionen scheinen von einem „ich“ in unserem Kopf gesteuert zu werden. Von einer Seele oder einem Selbst, dass uns als Individuen - als eigenständig denkende und handelnde Menschen - auszeichnet. Und uns von den Tieren schon deshalb deutlich unterscheidet.

Ob Seele oder Bewusstsein, Psyche oder Geist - schon seit Jahrtausenden zerbrechen sich Philosophen den Kopf darüber, was hinter diesen Phänomenen steckt. Die meisten davon begriffen den menschlichen Geistes als etwas „Immaterielles“. Als etwas Ungreifbares (alternativ: Flüchtiges) das unabhängig von Gehirn und Körper in anderen Sphären schwebt. Doch wie kann ein Körper, der den Gesetzen der Natur unterworfen ist, einen Geist gebären, der sich genau diesen Gesetzen entzieht?

Prof. Thomas Metzinger, Philosoph Universität Mainz
„In der Gegenwart zeigt sich sowohl in der Philosophie , wie auch in den Naturwissenschaften des menschlichen Geistes sehr deutlich, dass wir wirklich nur Bürger einer einzigen Welt sind. Und dass es sehr wahrscheinlich nur eine Welt gibt. Auf der anderen Seite erscheinen uns aber innerlich dualistische Theorien der Menschen von Leib und Seele hartnäckig intuitiv als die Plausibleren. Dafür gibt es einen einfachen Grund, glaube ich: Die Evolution hat uns Menschen ein Selbstmodell mitgegeben, dass aus einem räumlichen und einem nicht-räumlichen Teil besteht. Aus einem körperlichen Teil, den wir sinnlich wahrnehmen können und aus dem bewusten Denken, dass nicht im Raum wahrnehmbar ist. Und darum denken wir, dass es auch in unserem innersten Kern 2 Welten gibt, die sich berühren.“

Unserem Gehirn geht es allmählich ans Eingemachte: Was Generationen von Philosophen seit Jahrtausenden nicht lösen konnten, versuchen jetzt Hirnforscher und Neurologen auf der ganzen Welt herauszufinden. Auf Teufel komm raus wollen sie der menschlichen Seele auf die Schliche kommen; zeigen, wie das geistige Bewusstsein von organischer Materie konstruiert wird. Um endlich zu beweisen, wie unser Gehirn unsere Seele macht. Und der Film in unserem Kopf entsteht.

Doch wie wird der Film unseres eigenen Lebens, unsere Biographie im Gehirn erzeugt? Und wie erzeugt das Gehirn das Gefühl, dass es einen Eigentümer und Beobachter dieses Filmes gibt?